Fachrichtungen

Allgemeinmedizin
Das Gebiet Allgemeinmedizin umfasst die lebensbegleitende hausärztliche Behandlung und Betreuung von Menschen jeden Alters bei jeder Art von Gesundheitsstörung.

Anästhesiologie
Das medizinische Fachgebiet, das sich mit den wissenschaftlichen Grundlagen u. der praktischen Anwendung von Narkoseverfahren, Intensivmedizin, Notfallmedizin u. Schmerztherapie befasst. Zu den Aufgaben des Facharztes für Anästhesie gehören die allgemeine und lokale Anästhesie einschließlich deren Vor- u. Nachbehandlung, die Aufrechterhaltung der vitalen Funktionen während operativer Eingriffe, die Wiederbelebung sowie die Intensivmedizin u. die Schmerztherapie in Zusammenarbeit mit den für das Grundleiden zuständigen Ärzten.

Andrologie
Als Andrologie (Männerkunde) bezeichnet man den Bereich der Medizin, der sich mit männlichen Fortpflanzungsfunktionen und ihren Störungen befasst.

Augenheilkunde
Die Augenheilkunde (Augenmedizin, fachsprachlich auch: Ophthalmologie, Ophthalmiatrie) ist die Lehre von den Erkrankungen und Funktionsstörungen des Sehorgans, seiner Anhangsorgane, sowie des Sehsinnes und deren medizinischen Behandlung.

Chirurgie
Die Chirurgie ist das Teilgebiet der Medizin, das sich mit der operativen Behandlung von Krankheiten und Verletzungen beschäftigt.

Neurochirurgie
Die Neurochirurgie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit den Störungen des Gehirns und des Rückenmarkes, deren Hüllen und der peripheren Nerven befasst. Zu diesen Störungen zählen Erkrankungen, Verletzungen und Fehlbildungen sowie deren Folgen für den Organismus. Die Neurochirurgie umfasst die umfangreichen diagnostischen Untersuchungen, die chirurgische Behandlung, die konservative Behandlung, die Rehabilitation und Vorsorgeuntersuchungen am peripheren und zentralen Nervensystem.

Frauenheilkunde & Geburtshilfe
Die Gynäkologie, oder auch Frauenheilkunde, ist die Lehre von der Entstehung, Erkennung, Behandlung und Verhütung der Erkrankungen des weiblichen Sexual- und Fortpflanzungstraktes.

Innere Medizin
Die Innere Medizin befasst sich mit der Vorbeugung, Diagnostik, konservativen und interventionellen Behandlung sowie Rehabilitation und Nachsorge von Gesundheitsstörungen und Krankheiten der Atmungsorgane (Pneumologie), des Herzens und Kreislaufs (Kardiologie), der Verdauungsorgane (Gastroenterologie und Hepatologie), der Nieren (Nephrologie), des Blutes und der blutbildenden Organe (Hämatologie), des Gefäßsystems (Angiologie), des Stoffwechsels und der inneren Sekretion (Endokrinologie und Diabetologie), des Immunsystems (Immunologie), des Stütz- und Bindegewebes (Rheumatologie) sowie von Infektionskrankheiten (Infektiologie und Tropenmedizin), Vergiftungen (Klinische Toxikologie), soliden Tumoren und hämatologischen Neoplasien (Onkologie), der Überwachung und Therapie von Schwerstkranken (Internistische Intensivmedizin) und dem Einfluss von Training und Sport auf den gesunden und kranken Menschen (Internistische Sportheilkunde).

Kinder- und Jugendmedizin
Die Pädiatrie, oder Kinderheilkunde, ist die Lehre von der Entwicklung des kindlichen und jugendlichen Organismus, seinen Erkrankungen sowie deren Behandlung und Vorbeugung. Die vom „Kinderarzt“ ausgeübte Kinderheilkunde wird als Fachgebiet heute neben Pädiatrie auch mit Kinder- und Jugendmedizin bezeichnet.

Kinder- und Jugendpsychatrie –psychotherapie
Die Kinder- und Jugendpsychiatrie, vollständig "Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie", ist ein eigenständiges Fachgebiet der Medizin. Es umfasst die Diagnose, nichtoperative Therapie, Prävention und Rehabilitation von psychischen, psychosomatischen, entwicklungsbedingten und neurologischen Erkrankungen oder Störungen, sowie psychischen und sozialen Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter.

Laboratoriumsmedizin
Die Laboratoriumsmedizin („Labormedizin“) ist ein diagnostisches Fachgebiet der Medizin an der Schnittstelle zu naturwissenschaftlichen Fächern wie z. B. der Chemie oder Molekularbiologie. Laborärzte sind fächerübergreifend für nahezu alle medizinische Disziplinen, v. a. aber für die Allgemeinmedizin und Innere Medizin tätig. Sie erstellen Laborbefunde für die Diagnostik und Stadieneinteilung von Krankheiten, Verlaufs- Therapiekontrolle sowie die Prävention. Neben der eigentlichen Analytik organisieren sie Probenvorbereitung inkl. Transport ins Labor (Präanalytik) sowie die Rückübermittlung der Laborbefunde zum anfordernden Arzt inkl. Datenfernübertragung und Beratung (Postanalytik).

Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie
Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie beschäftigt sich mit der Labordiagnostik der durch Mikroorganismen, Viren und andere übertragbare Stoffe ausgelöste Erkrankungen und der Aufklärung ihrer Pathogenese, epidemiologischen Zusammenhänge und Ursachen sowie der Unterstützung der Ärzte bei der Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten.

Neurologie
Die Neurologie ist die Wissenschaft und Lehre vom Nervensystem, seinen Erkrankungen und deren medizinischer Behandlung. Die Grenzen zur Psychiatrie und zur Neurochirurgie sind dabei teilweise fließend. Die in der Neurologie wichtigsten Organsysteme sind das Zentralnervensystem (also Gehirn und Rückenmark) sowie seine Umgebungsstrukturen und blutversorgenden Gefäße. Dazu kommt das periphere Nervensystem, einschließlich seiner Verbindungsstrukturen mit den Muskeln und die Muskulatur.

Nuklearmedizin
Nuklearmedizin ist die Anwendung von offenen Radionukliden zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken. Sie umfasst zudem die Anwendung weiterer radioaktiver Substanzen und kernphysikalischer Verfahren zur Funktions- und Lokalisationsdiagnostik und den Strahlenschutz mit seinen physikalischen, biologischen und medizinischen Grundlagen.

Öffentliches Gesundheitswesen
Der Begriff Öffentliches Gesundheitswesen umfasst die Gesamtheit aller Einrichtungen, Organisationen, Gremien und Personen, die sich mit der Aufrecherhaltung der Gesundheit der Bevölkerung, sowie der Prophylaxe, Diagnose und Therapie von Erkrankungen beschäftigt. Abzugrenzen ist der Begriff der Gesundheitswirtschaft, der die Gemeinschaft aus Krankenversorgung im ambulanten und stationären Bereich, sowie die Fitnessbranche, den Gesundheitstourismus und die Arzneimittelproduktion umfasst.

Orthopädie
Die Orthopädie ist eine medizinische Teildisziplin, die sich mit den Erkrankungen des Bewegungsapparats beschäftigt. Dazu zählen Gesundheitsstörungen der Knochen, Gelenke, Muskeln oder Sehnen. Die Orthopädie wird von Fachärzten für Orthopädie betrieben, die auch kurz Orthopäden genannt werden.

Pathologie
Die Pathologie ist ein Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Beschreibung und Diagnose von krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper beschäftigt. Gegenstand der Erforschung sind sowohl Einzelphänomene (Symptome) als auch Symptomverbände (Syndrome) sowie Missbildungen aller Art. Die Pathologie untersucht die Herkunft (Ätiologie), die Entstehungsweise (Pathogenese), die Verlaufsform und die Auswirkungen von Krankheiten einschließlich der jeweiligen Vorgänge im Körper (Funktionelle Pathologie bzw. Pathophysiologie).

Pharmakologie
Die Pharmakologie ist die Wissenschaft von der Wechselwirkung zwischen Stoffen und Lebewesen.

Physikalische und Rehabilitativemedizin
Die Physikalische und Rehabilitative Medizin umfasst nach der Definition aus der deutschen Weiterbildungsordnung für Fachärzte „die sekundäre Prävention, die Erkennung, die fachbezogene Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation bei Krankheiten, Schädigungen und deren Folgen mit den Methoden der physikalischen Therapie, der manuellen Therapie, der Naturheilverfahren und der Balneo- und Klimatherapie sowie die Gestaltung des Rehabilitationsplanes“.

Physiologie
Die Physiologie ist als Teilgebiet der Biologie und der Medizin die Lehre von den physikalischen und biochemischen Vorgängen in den Zellen, Geweben und Organen aller Lebewesen; sie bezieht das Zusammenwirken aller Lebensvorgänge im gesamten Organismus in ihre Betrachtung ein. Hierdurch grenzt sie sich von der Biochemie und der Anatomie ab. Ziel der Physiologie ist es, möglichst auf molekularer Ebene auch Vorhersagen über das Verhalten eines betrachteten Systems (zum Beispiel Stoffwechsel, Bewegung, Keimung, Wachstum, Fortpflanzung) zu formulieren.

Präventivmedizin
Krankheitsprävention (kurz: Prävention) versucht, den Gesundheitszustand der Bevölkerung, von Bevölkerungsgruppen oder einzelner Personen zu erhalten oder zu verbessern. Das Teilgebiet der Medizin, welches sich mit der Prävention beschäftigt, wird als Präventivmedizin bezeichnet. Insbesondere in Zahnmedizin und Onkologie wird synonym zu Prävention auch der Begriff Prophylaxe verwendet.

Psychatrie und Psychotherapie
Die Psychiatrie ist die medizinische Fachdisziplin, die sich mit der Vorbeugung, Diagnostik und Behandlung von psychischen Störungen beschäftigt. Sie hat sich als eigenständige Disziplin aus der Nervenheilkunde entwickelt, die früher auch das Gebiet der heutigen Neurologie abdeckte.

Psychosomatische Medizin
Mit Psychosomatik wird in der Medizin die Betrachtungsweise und Lehre bezeichnet, in der die psychischen Fähigkeiten und Reaktionsweisen von Menschen in Gesundheit und Krankheit in ihrer Eigenart und Verflechtung mit körperlichen Vorgängen und sozialen Lebensbedingungen in Betracht gezogen werden. Als Krankheitslehre berücksichtigt Psychosomatik psychische Einflüsse auf somatische Vorgänge.[1] Ihre Erforschung und Umsetzung in der Krankenbehandlung erfolgt in der Psychosomatischen Medizin. Die theoretischen Modelle zur Erklärung der dabei festgestellten Zusammenhänge variierten seit der Begründung der wissenschaftlichen Medizin durch Hippokrates von Kos um 400 v. Chr. zeit- und wissensbedingt erheblich.

Radiologie
Die (medizinische) Radiologie, im engeren Sinne auch Strahlenheilkunde genannt, ist das Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Anwendung elektromagnetischer Strahlen und (unter Einbezug etwa der Ultraschalldiagnostik) mechanischer Wellen zu diagnostischen, therapeutischen und wissenschaftlichen Zwecken befasst.

Rechtsmedizin
Die Rechtsmedizin, auch Forensische Medizin oder Gerichtsmedizin genannt, umfasst die Entwicklung, Anwendung und Beurteilung medizinischer und naturwissenschaftlicher Kenntnisse für die Rechtspflege sowie die Vermittlung arztrechtlicher und ethischer Kenntnisse für die Ärzteschaft.

Strahlentherapie
Strahlentherapie (auch Radiotherapie) ist die medizinische Anwendung von ionisierender Strahlung auf den Menschen und auf Tiere, um Krankheiten zu heilen oder deren Fortschreiten zu verzögern. Die Strahlung kann aus Geräten oder aus radioaktiven Präparaten stammen. Fachgebiete für diese spezielle Anwendung elektromagnetischer Wellen heißen Strahlenheilkunde und Radioonkologie.

Transfusionsmedizin
medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Herstellung, Kontrolle u. Sicherung der Qualität von Blutbestandteilkonserven und deren Aufbereitung, der Spendetauglichkeitsbeurteilung, dem Erkennen besonderer Spenderisiken u. der Behandlung von Zwischenfällen, den Techniken der Hämapherese sowie der Durchführung u. Beurteilung immunhämatolog. Untersuchungen befasst.

Unfallchirurgie
Die Unfallchirurgie ist ein Teilgebiet der Chirurgie, befasst sich mit Verletzungen und Verwundungen, insbesondere mit der Prophylaxe. Behandlung und Nachsorge von Unfallverletzungen und hatte wesentliche Impulse durch Erfahrungen der Wundärzte und Militärärzte bei der Versorgung von Kriegsverletzten erhalten.